Als dritte Klinik in Deutschland: Oberlausitz-Kliniken setzen auf neue Technologie gegen Herzrhythmusstörungen
Der neue Katheter verkürzt die Behandlungsdauer für Patientinnen und Patienten und sind zugleich schonender.

Dr. Kim Gruber, Ärztin in Weiterbildung, und Oberarzt Dr. Alexander Francke, Leiter unseres EPU-Labors zeigen den neuen Katheter. Foto: OLK/Robert Reuther
Die Oberlausitz-Kliniken gGmbH treiben die hochmoderne Behandlung von Herzrhythmusstörungen weiter voran: In der Rhythmologie am Standort Bautzen kommt seit Kurzem die neue „Varipulse Pro Technologie“ zum Einsatz. Damit gehört das Haus zu den ersten drei Kliniken in Deutschland, die das innovative Verfahren anwenden.
Neue Dimension in der Behandlung von Vorhofflimmern
Die Technologie ist eine Weiterentwicklung der Pulsed-Field-Ablation (PFA), einem minimal-invasiven Verfahren zur Behandlung von Vorhofflimmern. Durch eine optimierte Impulsabgabe konnte die Dauer der Energieabgabe erheblich reduziert werden – von bisher rund 20 Sekunden auf nur noch etwa 3,8 Sekunden pro Anwendung. Gleichzeitig bleibt die Effektivität der Behandlung erhalten.
„Die Ablation erreicht damit eine neue Dimension von Geschwindigkeit und Präzision“, sagt Dr. Alexander Francke, Oberarzt und Leiter des EPU-Labors. „In gewisser Weise erinnert das inzwischen an einen Formel-1-Boxenstopp: hochpräzise Abläufe, perfekt abgestimmtes Teamwork und maximale Effizienz in kürzester Zeit.“
Schneller, stabiler, schonender für die Patienten
Nach den ersten Anwendungen zeigt sich das Team überzeugt von den Vorteilen der neuen Technologie. Die Eingriffe verlaufen nicht nur schneller, sondern auch stabiler. „Wir sehen deutlich reproduzierbare, verkürzte Prozedurzeiten – im Schnitt etwa zehn Minuten weniger als mit der bisherigen PFA-Technologie“, so Dr. Francke. Auch die Handhabung während des Eingriffs habe sich verbessert, etwa durch eine stabilere Katheterposition und einen insgesamt ruhigeren Ablauf.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Schonung der Patientinnen und Patienten: Die Eingriffe können unter optimierten Sedierungskonzepten durchgeführt werden und eröffnen perspektivisch die Möglichkeit einer Behandlung mit Entlassung am selben Tag.
Frühe Anwendung innovativer Medizintechnik in der Region
Auch Prof. Dr. Steffen Schön, Chefarzt der Medizinischen Klinik I, unterstreicht die Bedeutung: „Die Einführung der Varipulse Pro Technologie ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Rhythmologie. Sie ermöglicht uns, modernste und innovative Verfahren frühzeitig in die Patientenversorgung zu integrieren und die Behandlungsqualität weiter zu steigern. Davon profitieren insbesondere Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern, die wir noch gezielter und schonender therapieren können.“
Für OLK-Geschäftsführer Jörg Scharfenberg zeigt das einmal mehr: „Die Rhythmologie der Oberlausitz-Kliniken zählt zu den spezialisierten Zentren für die Behandlung von Herzrhythmusstörungen in der Region. Mit der Einführung der neuen Ablationstechnologie stärken wir in der OLK unsere Position als innovativer Anbieter in der kardiologischen Versorgung und setzt zugleich ein klares Zeichen für medizinischen Fortschritt in der Oberlausitz.“

