Oberlausitz-Kliniken gGmbH
Oberlausitzer Kliniken
14.12.2017

10 Jahre Herzschrittmacher-Implantationen im Krankenhaus Bischofswerda

Im November 2007 setzten Ärzte erstmals im Krankenhaus Bischofswerda einem Patienten einen Herzschrittmacher ein. Seither wurden mehr als 700 dieser kleinen, lebensrettenden Geräte in Bischofswerda implantiert.


Am 5. November 2007 wurde der 1. Herzschrittmacher im Krankenhaus Bischofswerda erfolgreich implantiert. Unter der Leitung von Chefärztin Dr. med. Wilma Aron hat das Team aus Ärzten und Schwestern bislang 527 Herzschrittmacher (HSM) eingesetzt, dazu 85 Defibrillatoren und 123 sogenannte Eventrecorder. „Für ein Krankenhaus unserer Größe liegen wir damit in der heutigen Zeit bei einem guten Schnitt in der Anzahl der Herzschrittmachereingriffe“, erläutert Dr. med. Wilma Aron.

Ein Herzschrittmacher wird notwendig, wenn das Herz eines Patienten zu langsam schlägt. Mit zunehmendem Alter und im Rahmen von verschiedenen Herzerkrankungen steigt die Wahrscheinlichkeit für eine solche Störung der Herztätigkeit. Häufig leiden gerade die älteren Patienten unter bestimmten Vorerkrankungen, wie hohem Blutdruck und Durchblutungsstörungen. Bei den jüngeren Patienten kann ein angeborener Herzfehler einen Schrittmacher notwendig machen. Durch bis ins Innere geführte Elektroden nimmt der Herzschrittmacher laufend Informationen über den Herzrhythmus auf und überprüft, ob das Herz zu langsam, regelmäßig oder unregelmäßig schlägt. Bei zu langsamem Schlagen veranlassen schwache elektrische Signale, welche über die Elektroden weitergeleitet werden, das Herz dazu schneller zu schlagen. Der behandelte Arzt kann die im Schrittmacher gespeicherten Daten durch ein entsprechendes Programmiergerät bei der Kontrolluntersuchung extern abrufen und ein EKG aufzeichnen. Eine HSM-Kontrolle sollte ca. 4 Wochen nach der Implantation und dann alle 6 bis 12 Monate erfolgen. Bei Auffälligkeiten, z.B. im EKG, kann der Patient auch jederzeit vorgestellt werden. Die Batterie der Schrittmacher hält ca. 7 bis 10 Jahre, dann muss der Herzschrittmacher gewechselt werden (die Elektroden werden dabei getestet und können bei mehr als 90 % der Patienten weiter verwendet werden). Informationsbroschüren sind bei Interesse über die Ambulanz erhältlich.

Eine Möglichkeit, Patienten mit lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen zu helfen, ist das Einsetzen eines Defibrillators. Seit August 2008 erfolgt im Krankenhaus Bischofswerda die Implantation von AICD (automatischer implantierbarer Cardio Defibrillator). Der AICD ähnelt einem Herzschrittmacher, der zusätzlich die Funktion besitzt, bei Kammerflimmern einen Stromschlag abzugeben und dem Patienten damit das Leben zu retten. Das Gerät ist etwas größer als der Herzschrittmacher und wird dem Patienten ebenfalls in eine Hauttasche unterhalb des Schlüsselbeins eingesetzt.

Des Weiteren kann den Patienten im Krankenhaus Bautzen ein sogenannter Ereignisrekorder eingesetzt werden. Das Gerät ist etwas größer als ein USB-Stick und ist für Patienten geeignet, die plötzlichen Schwindel verspüren und aus ungeklärter Ursache umfallen. Der Ereignisrekorder zeichnet die Herzfrequenz als eine Art Langzeit-EKG über einen sehr langen Zeitraum (Wochen/Monate) auf und ist von außen durch die Haut hindurch programmierbar und auswertbar. Dadurch kann vom Arzt rasch festgestellt werden, was zum Unwohlsein des Patienten geführt hat und entsprechend reagieren.

Nach der Operation werden die Patienten in unserer „Herzschrittmacher-Ambulanz“ nachbetreut. Hier werden die implantierten Geräte regelmäßig überprüft. Damit ist vor allem auch der älteren Bevölkerung der Oberlausitz eine wohnortnahe und barrierefreie Kontrolle möglich.


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