Starker Anstieg der Influenza-Fälle: Oberlausitz-Kliniken verzeichnen hohe Patientenzahlen

Pressemitteilung vom 07.01.2026

Die Zahl der stationär behandelten Grippe-Patientinnen und -Patienten ist in den Oberlausitz-Kliniken deutlich gestiegen. Um die Versorgung weiterhin sicherzustellen, wurden bereits zusätzliche Kapazitäten geschaffen und Schutzmaßnahmen verstärkt. Die Klinikleitung bittet die Bevölkerung um Unterstützung.


Die Oberlausitz-Kliniken verzeichnen aktuell insbesondere am Standort Bautzen einen deutlichen Anstieg von Patientinnen und Patienten, die aufgrund einer Influenza-A-Infektion stationär behandelt werden müssen. Die hohe Zahl internistischer Erkrankungen führt dazu, dass entsprechende Patientinnen und Patienten zeitweise auch an anderen Standorten der Oberlausitz-Kliniken versorgt werden, da die Bettenkapazitäten in Bautzen stark ausgelastet sind.

Allein in der vergangenen Woche hat sich die Zahl der grippebedingten Neuaufnahmen mehr als verdoppelt.

Umfassende Maßnahmen zur Sicherstellung der Patientenversorgung

Um die medizinische Versorgung weiterhin auf hohem Niveau sicherzustellen, haben die Oberlausitz-Kliniken bereits umfassende interne Maßnahmen ergriffen. Dazu zählen ein konsequentes Isolationsmanagement zur Vermeidung weiterer Infektionsketten innerhalb der Krankenhäuser, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz im Patientenkontakt für Mitarbeitende und Besucher sowie eine tägliche Neubewertung der Versorgungssituation, um ausreichend Kapazitäten für Notfälle vorzuhalten. Zusätzlich wurden am Standort Bautzen vier Betten des Schlaflabors kurzfristig zur Aufnahme von Infektionspatienten umgenutzt.

„Wir erleben derzeit eine sehr dynamische Influenza-Welle mit einem ungewöhnlich hohen Anteil an stationär behandlungsbedürftigen Patientinnen und Patienten“, erklärt Dr. Frank Weder, Ärztlicher Direktor der Oberlausitz-Kliniken gGmbH. „Unsere ärztlichen und pflegerischen Teams arbeiten mit großem Engagement und unter hoher Belastung, um jedem Erkrankten die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen.“

Die Geschäftsführung und die ärztliche Leitung bitten die Bevölkerung ausdrücklich um Unterstützung, um das Gesundheitssystem in dieser angespannten Situation zu entlasten.

Dazu gehört insbesondere die konsequente Einhaltung von Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und die Beachtung der Husten- und Niesetikette. Zudem werden Angehörige gebeten, Krankenhausbesuche auf das Notwendigste zu beschränken. Personen mit Erkältungs- oder Grippesymptomen sollten zum Schutz der Patientinnen und Patienten sowie des Personals unbedingt auf Besuche verzichten.

Bei milden Krankheitsverläufen wird empfohlen, zunächst die hausärztliche Versorgung in Anspruch zu nehmen. Die Notaufnahmen der Oberlausitz-Kliniken sind insbesondere für schwere und lebensbedrohliche Erkrankungen vorgesehen.

„Wir bitten um Verständnis, falls es in den kommenden Tagen vereinzelt zu längeren Wartezeiten in den Notaufnahmen kommen sollte“, so Dr. Weder abschließend. „Mit Unterstützung der Bevölkerung können wir gemeinsam dazu beitragen, die Versorgung für alle Patientinnen und Patienten sicherzustellen.“



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