Oberlausitz-Kliniken gGmbH
Oberlausitzer Kliniken
13.11.2018

Fünf Jahre invasive Herztherapie am Krankenhaus Bautzen

Am 13.11.2013 – taggenau vor 5 Jahren wurde am Krankenhaus Bautzen der Linksherzkathetermessplatz in Betrieb genommen. Damit hat sich die Versorgung von akut herzerkrankten Patienten in der Region Ostsachsen deutlich verbessert.


Im November 2013 haben die Oberlausitz-Kliniken gGmbH (OLK) am Krankenhausstandort Bautzen einen hochmodernen und innovativen Linksherzkathetermessplatz in Betrieb genommen. Ziel war es, eine wohnortnahe und schnelle Versorgung herzerkrankter Patienten in der Region zu gewährleisten. Aufwändige und mit unnötigem Zeitverzug verbundene Transporte nach Dresden sollten wegfallen.

Rund 5.500 Patienten wurden bis heute erfolgreich behandelt, mit steigender Tendenz sind es mittlerweile weit über 1.000 Patienten pro Jahr, die bei akuten und oft lebensbedrohlichen kardiologischen Erkrankungen am Krankenhaus Bautzen Hilfe bekommen. Insbesondere den fast 2.000 Patienten mit akutem Myokardinfarkt, wo jede Minute zählt, um wertvolles Herzmuskelgewebe vor dem Absterben zu bewahren, konnte damit geholfen werden. In einem in diesem Jahr durch die AOK Plus durchgeführten bundesweiten Vergleich wurde dem Herzkatheterlabor Bautzen eine überdurchschnittliche Qualität bescheinigt.

Die Medizinische Klinik I, unter der Leitung von Herrn Chefarzt Dr. med. Jochen Eberhard und seinem Team, leistet neben der allgemein-internistischen Behandlung der Patienten insbesondere die Diagnostik und Therapie des gesamten Spektrums der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zur Behandlung der akuten und chronischen koronaren Herzkrankheit stehen alle nichtinvasiven und invasiven Verfahren zur Verfügung. Ein erfahrenes Herzkatheterteam ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit, um im Notfall Hilfe zu leisten. Neben der konventionellen Stentbehandlung stehen auch technisch aufwändige Verfahren wie die Rotablation, eine Art Fräsverfahren im verkalkten Herzkranzgefäß, zur Verfügung. Seit Herbst dieses Jahres können Hochrisikoeingriffe durch den Einsatz eines passageren Herzunterstützungssystems, einer miniaturisierten Rotorpumpe, die mit 50.000 Umdrehungen pro Minute Blut aus dem kranken Herzen in den Körperkreislauf befördern kann, sicherer durchgeführt werden. Komplizierte Eingriffe werden in einem „Herzteam“ mit den Herzchirurgen der Universitätsklinik Dresden anhand telemetrisch übertragener Befunde gemeinsam besprochen.

Im Rahmen der Herzschrittmachertherapie werden Ein- und Zweikammer-Schrittmacher sowie automatische Defibrillatoren und subkutane Aggregate implantiert. Bei bestimmten Formen der Herzmuskelschwäche können Dreikammer-Systeme (Resynchronisationstherapie) oder Aggregate zur kardialen Kontraktionsmodulation eingesetzt werden.

Darüber hinaus versorgt die Klinik alle Notfälle der internistischen Teilgebiete auf der internistischen Intensivstation. Erkrankungen im Grenzgebiet zwischen Innerer Medizin und Neurologie werden fachübergreifend ebenfalls betreut. So werden Schlaganfallpatienten nach den aktuellen Leitlinien für die Schlaganfalltherapie, in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Dresden, im Rahmen des SOS-Netzwerkes behandelt.


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Aktualisierung: Redaktionsteam, 07.06.2018
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